Hochlader vs. Tieflader

Geschmacksfrage oder nicht?

In der Entscheidungsfindung Hochlader vs. Tieflader fragen sich viele, ob es objektive Kriterien gibt, die zum notwendigen Ausschluss eines Modells führen. Gleich vorweg: Du darfst gespannt sein, denn ja, es gibt sie.

Tieflader

Der Tieflader hat einen starken Vorteil gegenüber dem Hochlader: Etwa 8cm mehr Innenraumhöhe. Bei Tiefladern wird die Ladekante in eine Ebene mit den Rädern gesetzt und so eine geringere Aufbauhöhe erzielt. Dieser Höhengewinn von 8cm macht sich in den Lofts bemerkbar.

Ein weiterer kleiner Vorteil ist der um 4cm (8/2) tiefere Schwerpunkt, der dadurch entsteht, dass früher mit dem Aufbau begonnen werden kann. Die Höhe des Schwerpunkts hat Auswirkung auf die Kippsicherheit eines Gebäudes. Hierzu sei jedoch gesagt, dass ein Tiny House nicht fachgerecht ausgelegt wurde, wenn 4cm den Ausschlag für die Kippsicherheit darstellen. Der etwas tiefere Schwerpunkt ist deshalb als Bonus, nicht als motivierendes Argument für die Verwendung eines Tiefladers, zu werten.

Tieflader

Der Tieflader hat einen starken Vorteil gegenüber dem Hochlader: Etwa 8cm mehr Innenraumhöhe. Bei Tiefladern wird die Ladekante in eine Ebene mit den Rädern gesetzt und so eine geringere Aufbauhöhe erzielt. Dieser Höhengewinn von 8cm macht sich in den Lofts bemerkbar.

Ein weiterer kleiner Vorteil ist der um 4cm (8/2) tiefere Schwerpunkt, der dadurch entsteht, dass früher mit dem Aufbau begonnen werden kann. Die Höhe des Schwerpunkts hat Auswirkung auf die Kippsicherheit eines Gebäudes. Hierzu sei jedoch gesagt, dass ein Tiny House nicht fachgerecht ausgelegt wurde, wenn 4cm den Ausschlag für die Kippsicherheit darstellen. Der etwas tiefere Schwerpunkt ist deshalb als Bonus, nicht als motivierendes Argument für die Verwendung eines Tiefladers, zu werten.

Hochlader

Auch der Hochlader hat einige kleinere Vorteile. Etwa muss der Grundriss keine Rücksicht auf einen Radkasten nehmen, wie er bei Tiefladern in den Innenraum hineinragt. Gelegentlich ist es ein Leichtes mit dem Fremdkörper umzugehen, oft wirkt sich der Radkasten jedoch störend auf den Innenraum aus und ist je nach Raumaufteilung nicht einfach optisch zu kaschieren. Hochlader umgehen diese Schwierigkeit, indem die Ebene der Aufbauhöhe separat zur Ebene der Räder steht.

Hinzu kommt, dass in Gebäuden stets Ecken und Kanten das größte Potential für Undichtigkeiten und Feuchtigkeitsschäden bergen. Gemeinsam erzeugen die Radkästen zusätzliche 12 Ecken und 22 Kanten. Meist sind dies nochmal mindestens so viele Ecken und Kanten wie das gesamte Gebäude ohne Radkästen aufweist. Den geübten Handwerker stellen die Radkästen deshalb vor eine Herausforderung. Für Laien ist es nur schwer möglich diesen Teilbereich fachgerecht auszuführen. Bei Hochladern kann der Bodenaufbau ungebrochen über die gesamte Fläche erfolgen und so ein sauberer Abschluss ohne erhöhtes Potential für Undichtigkeiten und Feuchtigkeitsschäden gewährleistet werden.

Oft übersehen wird der tragwerkstechnische Aspekt. Denn der Kotflügel von Radkästen darf nicht vom Ständerwerk belastet werden. Die Ständerwerk-Konstruktion, welche den Radkasten umgibt muss deshalb steif genug ausgebildet werden, um die Lasten des Ständerwerks aufzunehmen und an die Traversen neben den Kotflügeln weiterzuleiten. Da der Radkasten etwa 1,5m Länge überspannt ist eine statische Berechnung für die Konstruktion definitiv zu empfehlen und mangels dieser Möglichkeit sollte sehr großzügig überdimensioniert werden. Beim Hochlader wird der Leiterrahmen, also die Anordnung der Traversen, ohne Unterbrechung normal fortgeführt. Das Ständerwerk kann so trotz Achsbereich wie gewohnt mit dem Boden bzw. Chassis verbunden werden.

Ein weiterer Aspekt des Tragwerks tritt nicht notwendigerweise auf, ist jedoch im Falle als Ausschlusskriterium für den Tieflader zu betrachten. Die Achsen sind bei Anhängern stets mittig positioniert. Je nach Gebäudelänge und Raumaufteilung macht der mittige Radkasten eine Haus-Eingangstür an der langen Seite des Hauses unattraktiv. Unter anderem aus diesem Grund wird bei vielen Tiny Houses die Eingangstür an der kurzen Seite positioniert. Hiervon ist ohne ausgiebige statische Berechnung und Validierung jedoch streng von abzuraten! Wir beschreiben an anderer Stelle wie fatal eine Unterbrechung des Tragwerks an den Stirnseiten zugunsten von Eingangstüren oder Glasfronten ist. Hochlader bieten komplette Freiheit in der Positionierung der Eingangstür über die lange Seite an, sodass das Tragwerk nicht kompromittiert werden muss.

Beachtet man sämtliche vorangegangen Vorteile des Hochladers nicht, bleibt zuletzt immer 1 logisches Entscheidungskriterium gegen den Tieflader: Die zu geringe Höhe der Stahltraversen. Hierbei ist wichtig zu verstehen, dass Hoch- und Tieflader dieselbe Achshöhe aufweisen. Der Unterschied in der Gesamthöhe der Anhängervarianten ist einzig auf die eingesetzte Stahltravershöhe zurückzuführen. Im Umkehrschluss steht der Vorteil des Tiefladers, nämlich der Gewinn an Innenraumhöhe, proportional zur Minimierung der Stahltravershöhe. In anderen Worten: Jeder cm Innenraum wird gewonnen durch jeden cm  Verlust der Stahltravershöhe. Nun ist es nicht Wert einen Tieflader zugunsten von 1-3cm Innenraumgewinn durchzuführen. Gleichzeitig ist es unseriös bei der Stahltravershöhe spürbar einzusparen, da, wie an anderer Stelle beschrieben, Tiny Houses einzigartige Anforderungen an das Tragwerk eines Anhängers stellen und die Qualität des gesamten Tiny Houses durch einen zu schwachen Anhänger signifikant leidet. Kurzum: Ein Tieflader macht prinzipiell dann Sinn, wenn man bereit ist mehr Innenraum zulasten der Stabilität des gesamten Tiny Houses einzutauschen. Hochlader machen an dieser Stelle keine Kompromisse und tragen ihren Teil bei ein Tiny House auf Jahrzehnte hin stabil auszulegen.

Hochlader

Auch der Hochlader hat einige kleinere Vorteile. Etwa muss der Grundriss keine Rücksicht auf einen Radkasten nehmen, wie er bei Tiefladern in den Innenraum hineinragt. Gelegentlich ist es ein Leichtes mit dem Fremdkörper umzugehen, oft wirkt sich der Radkasten jedoch störend auf den Innenraum aus und ist je nach Raumaufteilung nicht einfach optisch zu kaschieren. Hochlader umgehen diese Schwierigkeit, indem die Ebene der Aufbauhöhe separat zur Ebene der Räder steht.

Hinzu kommt, dass in Gebäuden stets Ecken und Kanten das größte Potential für Undichtigkeiten und Feuchtigkeitsschäden bergen. Gemeinsam erzeugen die Radkästen zusätzliche 12 Ecken und 22 Kanten. Meist sind dies nochmal mindestens so viele Ecken und Kanten wie das gesamte Gebäude ohne Radkästen aufweist. Den geübten Handwerker stellen die Radkästen deshalb vor eine Herausforderung. Für Laien ist es nur schwer möglich diesen Teilbereich fachgerecht auszuführen. Bei Hochladern kann der Bodenaufbau ungebrochen über die gesamte Fläche erfolgen und so ein sauberer Abschluss ohne erhöhtes Potential für Undichtigkeiten und Feuchtigkeitsschäden gewährleistet werden.

Oft übersehen wird der tragwerkstechnische Aspekt. Denn der Kotflügel von Radkästen darf nicht vom Ständerwerk belastet werden. Die Ständerwerk-Konstruktion, welche den Radkasten umgibt muss deshalb steif genug ausgebildet werden, um die Lasten des Ständerwerks aufzunehmen und an die Traversen neben den Kotflügeln weiterzuleiten. Da der Radkasten etwa 1,5m Länge überspannt ist eine statische Berechnung für die Konstruktion definitiv zu empfehlen und mangels dieser Möglichkeit sollte sehr großzügig überdimensioniert werden. Beim Hochlader wird der Leiterrahmen, also die Anordnung der Traversen, ohne Unterbrechung normal fortgeführt. Das Ständerwerk kann so trotz Achsbereich wie gewohnt mit dem Boden bzw. Chassis verbunden werden.

Ein weiterer Aspekt des Tragwerks tritt nicht notwendigerweise auf, ist jedoch im Falle als Ausschlusskriterium für den Tieflader zu betrachten. Die Achsen sind bei Anhängern stets mittig positioniert. Je nach Gebäudelänge und Raumaufteilung macht der mittige Radkasten eine Haus-Eingangstür an der langen Seite des Hauses unattraktiv. Unter anderem aus diesem Grund wird bei vielen Tiny Houses die Eingangstür an der kurzen Seite positioniert. Hiervon ist ohne ausgiebige statische Berechnung und Validierung jedoch streng von abzuraten! Wir beschreiben an anderer Stelle wie fatal eine Unterbrechung des Tragwerks an den Stirnseiten zugunsten von Eingangstüren oder Glasfronten ist. Hochlader bieten komplette Freiheit in der Positionierung der Eingangstür über die lange Seite an, sodass das Tragwerk nicht kompromittiert werden muss.

Beachtet man sämtliche vorangegangen Vorteile des Hochladers nicht, bleibt zuletzt immer 1 logisches Entscheidungskriterium gegen den Tieflader: Die zu geringe Höhe der Stahltraversen. Hierbei ist wichtig zu verstehen, dass Hoch- und Tieflader dieselbe Achshöhe aufweisen. Der Unterschied in der Gesamthöhe der Anhängervarianten ist einzig auf die eingesetzte Stahltravershöhe zurückzuführen. Im Umkehrschluss steht der Vorteil des Tiefladers, nämlich der Gewinn an Innenraumhöhe, proportional zur Minimierung der Stahltravershöhe. In anderen Worten: Jeder cm Innenraum wird gewonnen durch jeden cm  Verlust der Stahltravershöhe. Nun ist es nicht Wert einen Tieflader zugunsten von 1-3cm Innenraumgewinn durchzuführen. Gleichzeitig ist es unseriös bei der Stahltravershöhe spürbar einzusparen, da, wie an anderer Stelle beschrieben, Tiny Houses einzigartige Anforderungen an das Tragwerk eines Anhängers stellen und die Qualität des gesamten Tiny Houses durch einen zu schwachen Anhänger signifikant leidet. Kurzum: Ein Tieflader macht prinzipiell dann Sinn, wenn man bereit ist mehr Innenraum zulasten der Stabilität des gesamten Tiny Houses einzutauschen. Hochlader machen an dieser Stelle keine Kompromisse und tragen ihren Teil bei ein Tiny House auf Jahrzehnte hin stabil auszlegen.